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Bedeutung der Nebenerwerbslandwirtschaft - Pflege von Kulturlandschaft und bäuerlicher Dorfkultur, orientiert am Grundeigentum, mit teilweiser Eigenbedarfsdeckung, mit gesunden Erzeugnissen durch umsichtige Nutzung und Erhaltung insbesondere traditioneller Hofstellen. Motto: „Kein Dorf ohne Bauer”.(Attraktivität des ländlichen Raumes) - Vielfalt der Betriebsstrukturen zur Förderung des Selbstvermarktungspotentials in Ergänzung zum Haupterwerb und zur Vorbeugung einseitiger Einflußnahme weniger Großbetriebe. (Soziale und gesellschaftspolitische Funktion im ländlichen Raum) - Unterstützung regionaler Produktionskreisläufe als Beitrag zur Arbeitsplatzsicherheit im ländlichen Raum, Umstellungspotential für ökologischen Landbau, Bewahrung der Bevölkerung vor immer weiterer Entfremdung von den landwirtschaftlichen Produktionsprozessen und entsprechendem Umgang mit den Lebengrundlagen und den Mitgeschöpfen . Die Familien der Nebenerwerbslandwirte schaffen durch vielseitige Kontakte mit der übrigen Bevölkerung mehr Verständnis für die Belange der Landwirtschaft. (Nachhaltigkeit: ökologisch, ökonomisch, sozial) - Erarbeitung von Nebeneinkommen und Beitrag zur Beschäftigungsstabilität insbesondere bei geringen außerlandwirtschaftlichen Einkommen, nicht nur auf den historisch kleinstrukturierten und von der Natur benachteiligten Standorten. Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für die ganze Familie (Frauen - Großeltern) mit positiver Wirkung zur Erhaltung der Dörfer und der Familien.(Arbeit und Familie) Handlungsbedarf für die Politik - Gleichberechtigung von Haupt- und Nebenerwerb auch im tatsächlichen Verwaltungsvollzug (Grundstücksverkehrs-und Landpachtverkehrsgesetz, BVVG-Flächenverteilung in den neuen Bundesländern, etc.) - Pluralität der Verbände, bei gleichzeitiger verbandsübergreifender Zusammenarbeit, als Voraussetzung für eine transparente und ausgewogene Vertretung der Landwirte (Einführung einer Anerkennung von Verbänden als berufsständische Vertretungen in das Landwirtschaftsgesetz von 1955) - Ausbildungsangebote/-erfordernisse für den Nebenerwerb an die geringere Zeitverfügbarkeit und das in der Regel geringe Einkommen anpassen. - Reform der berufsständischen Sozialeinrichtungen (Berufsgenossenschaft, Kranken-/Alterskasse) - Hygienevorschriften sowie Qualitätsanforderungen des Handels und der Verarbeitung auf ihre indirekt genetisch einengende Wirkung bei Pflanze und Tier prüfen (Homogenisierungszwang). - Selbstbestimmung des Landwirts schützen (Aufhebung der Saatgut-Nachbaugebühr) - Infolge der erwünschten hohen Umweltstandards kommt dem Schutz vor Wettbewersverzerrung bei den WTO-Verhandlungen wie auch innerhalb der EU besondere Bedeutung zu. (30.März 2001) |
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