Getreide

Preisschlacht in Ernährungsbranche

Dresden. Die sächsische Ernährungswirtschaft steuert weiterhin auf Wachstumskurs. Nach vorläufigen Ergebnissen stieg der Umsatz im Jahr 2001 gegenüber 2000 um knapp sieben Prozent auf 4,75 Milliarden Euro, teilte das sächsische Landwirtschaftsministerium am 4. Januar mit. Das erneute Umsatzplus geht nach Angaben von Landwirtschaftsminister Steffen Flath zum Teil auf Preissteigerungen bei Milchprodukten, Fleisch- und Wurstwaren sowie Backwaren zurück. Zudem sei es sächsischen Unternehmen gelungen, sich gegenüber Konkurrenten durchzusetzen.

Allerdings sei der erfolgreiche Verdrängungswettbewerb häufig nur durch Preisnachlässe möglich gewesen. Laut Flath wird diese „verhängnisvolle Entwicklung“ weiter anhalten. Der Preiswettbewerb verschärfe sich durch die Einführung des Euro. "Die Preisschlacht hat bereits begonnen“, sagte Flath.

Die größten Zuwächse gab es bei der Frucht- und Gemüsesaftherstellung, der Verarbeitung von Obst und Gemüse sowie bei den Herstellern von Fisch- und Molkereiprodukten. Einbußen waren hingegen bei der Kartoffelverarbeitung und bei den Herstellern von Mineral- und Erfrischungsgetränken zu verzeichnen.

Die Zahl der Betriebe in der Ernährungswirtschaft schrumpfte um rund 2,1 Prozent auf 319 Firmen. Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,8 Prozent auf 23.697 Mitarbeiter.

Sachsens Nahrungs- und Genussmittelbranche stellt den zweitstärksten Wirtschaftszweig im verarbeitenden Gewerbe dar.

(04.01.02)

[Aktuell] [Programm] [Vorstand] [Mitmachen] [Links] [Startseite]