Getreide

Landwirte bauen mehr Wintergetreide an

Kamenz. Die Landwirtschaftsbetriebe im Freistaat Sachsen bewirtschaften in diesem Jahr nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund 719.600 Hektar Ackerland. Das ist ein geringfügiger Rückgang zum Vorjahr um 3.400 Hektar (0,5 Prozent).

Für Getreide einschließlich Körnermais wurde eine Anbaufläche von 408.500 Hektar ermittelt. Das sind 6.200 Hektar (1,5 Prozent) mehr als 2003. Damit bleibt Getreide die wichtigste Ackerfrucht und wächst in diesem Jahr auf 57 Prozent des Ackerlandes heran. Die Anbaufläche von Wintergetreide konnte gegenüber 2003 um 23.000 Hektar erhöht werden. Gründe waren das schöne Herbstwetter 2003, was eine termingemäße Aussaat ermöglichte und die geringe Auswinterung. Die Anbaufläche von Winterweizen wurde um 9.900 Hektar (6,1 Prozent) auf nunmehr 173.300 Hektar ausgedehnt. Somit bleibt Weizen die am häufigsten angebaute Getreideart und beansprucht 43 Prozent der Getreideanbaufläche. Obwohl der Anstieg der Anbaufläche bei Wintergerste mit 10.500 Hektar (12,6 Prozent) noch stärker ausfällt als bei Winterweizen, verringerte sich die Anbaufläche von Gerste auf 134.900 Hektar (4,4 Prozent zum Vorjahr). Grund dafür ist der starke Rückgang der Anbaufläche von Sommergerste um 16.700 Hektar (28,9 Prozent). Die sächsischen Landwirte drillten weiterhin 39.600 Hektar Roggen (+24,1 Prozent), 32.900 Hektar Triticale (+8,6 Prozent) und 11.600 Hektar Hafer (-20,9 Prozent).

Der Anbau von Handelsgewächsen umfasst 129.300 Hektar und blieb im Vergleich zum Vorjahr fast konstant (minus 400 Hektar bzw. 0,3 Prozent). Zu den Handelsgewächsen zählen unter anderem Ölfrüchte (Raps, Körnersonnenblumen, Lein), Rüben und Gräser zur Samengewinnung sowie Hopfen. Handelsgewächse nehmen in diesem Jahr 18 Prozent des Ackerlandes ein. Der größte Rückgang ist bei Ölfrüchten mit 1.200 Hektar (1,0 Prozent zum Vorjahr) zu verzeichnen. Gestiegen ist der Anbau von Rüben und Gräsern zur Samengewinnung um 700 Hektar (10,5 Prozent) auf nunmehr 7.300 Hektar.

Die Anbaufläche für Futterpflanzen erreicht mit 101.200 Hektar rund 3.600 Hektar (3,7 Prozent) mehr als im Vorjahr und nimmt damit 14 Prozent des Ackerlandes ein. Silomais wird voraussichtlich auf 65.400 Hektar angebaut. Damit erhöhte sich die Anbaufläche um 1.800 Hektar bzw. 2,8 Prozent.

Auf 25.300 Hektar wachsen Hackfrüchte heran. Das sind rund 500 Hektar (1,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Dabei entfallen 16.700 Hektar auf Zuckerrüben und 8.100 Hektar auf Kartoffeln. Die Anbau­fläche für Hülsenfrüchte ging um 3.900 Hektar (17,5 Prozent) auf 18.600 Hektar zurück. Die wichtigste Hülsenfrucht in Sachsen ist die Futtererbse mit 15.300 Hektar (minus 14,6 Prozent zum Vorjahr). Die Brache beträgt in diesem Jahr etwa 31.100 Hektar. Das sind 9.100 Hektar (22,6 Prozent) weniger als 2003.

Die Angaben bilden das vorläufige Ergebnis der Integrierten Erhebung 2004, die als Stichprobenbefragung in rund 3.500 landwirtschaftlichen Betrieben stattfand.

(5.8.04)

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