Getreide

Forst wird selbständig

Dresden. Sachsens Forstverwaltung soll ab dem 1. Januar 2006 als so genannter 26er-Staatsbetrieb geführt werden. Das hat das Kabinett in seiner heutigen Sitzung beschlossen. "Der Staatsbetrieb 'Sachsenforst' soll unternehmerisch selbständig wie ein privates Wirtschaftsunternehmen handeln können", sagte Landwirtschaftsminister Steffen Flath (CDU) am 18. Mai in Dresden. Die staatlichen Zuschüsse sollen stufenweise reduziert werden. Ziel seien Einsparungen in Höhe von rund 10 Millionen Euro, so Flath. Alle bisherigen Aufgaben der Forstverwaltung würden vom Unternehmen "Sachsenforst" weitergeführt. Trotz der Verwaltungsmodernisierung halte die Staatsregierung an den Zielen der sächsischen Forstpolitik fest. "Wir werden uns nicht von unseren Grundsätzen einer naturnahen Waldbewirtschaftung und dem ökologischen Waldumbauprogramm verabschieden", sagte Flath.

Nach einem ersten Reformschritt wurden Anfang 2003 die zwei Forstdirektionen Bautzen und Chemnitz und die Landesanstalt für Forsten in einem Landesforstpräsidium zusammengeführt. In einem nächsten Schritt sollen ab 2006 das Landesforstpräsidium, die 47 Forstämter und Teile der Forstabteilung des Ministeriums in den Staatsbetrieb "Sachsenforst" überführt werden. Die Landesforstverwaltung zählt derzeit 1966 Beschäftigte.


Mit 514.000 Hektar Wald sind rund 28 Prozent der Landesfläche bewaldet. Ein Drittel des Waldes gehört dem Freistaat. Rund die Hälfte des Waldes befindet sich in Eigentum von etwa 80.000 Waldbesitzern. Der übrige Wald gehört den Kommunen und dem Bund. Die Bewirtschaftung des Waldes sichert in Sachsen rund 22.000 Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft.

(5.6.04)

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