Getreide

Ein Drittel für Selbstpflüger

Dresden. In Sachsen hat die Erdbeerernte begonnen. Die Königin der Beerenobstarten und begeehrteste Frucht des Sommers wird im Freistaat erwerbsmäßig auf einer Fläche von rund 600 Hektar angebaut. Allein 464 Hektar werden von den 32 Betrieben des Landesverbandes "Sächsisches Obst" bewirtschaftet. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, habe sich die Anbaufläche nach einem starken Wachstum Anfang und Mitte der neunziger Jahre in den letzten zwei Jahren auf hohem Niveau stabilisiert. Zwei Drittel der Beeren werden für den Markt geerntet, der Rest findet über Selbstpflücker den Weg in die Erntekörbe.

Im vergangenen Jahr wurden (nach Angaben des Statistischen Landesamtes) 4062 Tonnen Erdbeeren geerntet. Wenn das Wetter weiter mitspielt - gebraucht werden sommerliche Temperaturen, Sonne und ein klein wenig Regen - wird in diesem Jahr eine etwas größere Erntemenge erwartet.

Die am häufigsten angebauten Sorten sind Elsanta, Selva, Honeoye, Symphony, Darselekt und Korona. Elsanta dominiert mit rund 86 Prozent auf den heimischen Feldern. Zum einen ist sie ein Garant für hohe Erträge, zum anderen zeichnet sie sich durch feste Früchte und einen aromatischen Geschmack aus. Wer selbst auf das Feld zieht oder direkt ab Hof einkauft, kann noch weitere geschmackliche Überraschungen erleben. Auf kleineren Flächen wachsen beispielsweise auch alte Sorten wie Senga Sengana und Mieze Schindler.

Erdbeeren schmecken nicht nur gut - sie sind auch gesundheitlich ein Allroundtalent. Sie enthalten mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und verfügen über reichlich Provitamin A, B-Vitamine und viele Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Eisen. Die enthaltene Salizylsäure lindert außerdem Rheuma und Gicht, Antioxidationssubstanzen binden freie Radikale. Mit einem Satz: Erdbeeren machen schön und gesund.

(5.6.04)

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