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Riesa. "Beim Biodiesel ist in den nächsten Jahren ein Absatzboom zu erwarten", so
Agrarminister Steffen Flath (CDU) beim Sächsischen
Rapstag in Riesa. Seit Jahresbeginn sei es der Industrie möglich, Biodiesel
steuerfrei herkömmlichem Diesel beizumischen. Das werde dem Geschäft mit
Biodiesel nochmals einen Ruck gegeben, ist sich der Minister sicher.
Rapsanbau bleibe damit eine sichere Einkommensquelle für Sachsens Landwirte.
Derzeit wird im Freistaat auf rund 120.000 Hektar Raps angebaut. Das sind
rund 17 Prozent der gesamten Ackerfläche und doppelt so viel wie noch Anfang
der 90er-Jahre. Laut Flath hat sich der Rapsanbau jetzt auf hohem
Niveau stabilisiert. Trotz guter Absatzchancen sei jedoch ein Anstieg der
Anbaufläche aus Gründen notwendiger Fruchtwechsel kaum noch möglich.
Im letzten Jahr wurden in Sachsen rund 350.000 Tonnen Raps zur weiteren Verarbeitung produziert. Daraus werden Speiseöle und -fette, Futtermittel und in zunehmendem Maße technische Öle wie beispielsweise Biodiesel oder biologisch abbaubare Schmierstoffe hergestellt. In Sachsen produzieren drei Unternehmen (Sohland, Wiedemar, Großfriesen) Biodiesel, die Kapazität beträgt insgesamt 12.000 Tonnen Biodiesel pro Jahr. Ein Hektar Raps liefert etwa 1300 Liter Biodiesel. Die Zahl der Biodiesel-Tankstellen hat in den letzten zehn Jahren im Freistaat mehr als rasant zugenommen. Sie stieg von 12 auf mittlerweile 80 und hat sich damit mehr als versechsfacht. Die anstehende Agrarreform wird nach Ansicht von Minister Flath auf den Rapsanbau keine gravierenden Auswirkungen haben. Aufgrund der guten Wettbewerbsbedingungen werden sich die Senkung der Stilllegungsflächen und die Einführung einer Energiepflanzenprämie ab diesem Jahr nicht nachteilig bemerkbar machen. (17.5.04) |
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