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Dresden. Sachsens Landwirtschaftsminister Steffen Flath (CDU) befürchtet durch
das Käfighaltungsverbot eine Verlagerung der Eierproduktion und der damit
verbundenen Arbeitsplätze ins benachbarte Ausland. "Dem Tierschutz ist damit
nicht gedient und unsere Frühstückseier werden in Zukunft aus dem Ausland
kommen", sagte Flath. Flath sprach sich dafür aus, die Legehennenhaltung in
Deutschland frei von ideologisch geprägten Auswüchsen neu zu regeln.
Haltungssysteme sollten von einem politisch unabhängigen Gremium
ergebnisoffen bewertet werden. In diesem Zusammenhang begrüßte Flath den
Beschluss der Agrarministerkonferenz. Die
Agrarminister hätten damit einen Weg für eine tierschutzgerechte und
wettbewerbsfähige Legehennenhaltung eröffnet. Untersuchungen der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft zufolge wird das Käfighaltungsverbot mit einem Abbau von bis zu 130 Arbeitsplätzen in der Legehennenhaltung verbunden sein. Der Sächsische Geflügelwirtschaftsverband rechnet sogar mit einem Verlust von 250 bis 300 Arbeitsplätzen. Beide Untersuchungen lassen Arbeitsplatzverluste im vor- und nachgelagerten Bereichen der Eierproduktion unberücksichtigt. Schätzungen gehen davon aus, dass auch hier ein Abbau von Arbeitsplätzen in gleicher Höhe die Folge sein wird. Die Umstellung auf alternative Haltungssysteme wie Boden-, Freiland- und Volierenhaltung ist mit einem Tierbestandsabbau von bis zu 65 Prozent verbunden. Die Bundesregierung geht davon aus, dass infolgedessen der Selbstversorgungsgrad bei Eiern in Deutschland von derzeit 70 auf 35 Prozent sinken wird, was durch steigende Import ausgeglichen werden muss. "Dabei ist davon auszugehen, dass ein Großteil der importierten Eier aus der Käfighaltung stammen wird", so Flath. Nach der Legehennenhaltungsverordnung der Bundesregierung ist die Hennenhaltung in Käfigen ab dem 1. Januar 2007 in Deutschland verboten. (6.4.04) |
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