Getreide

Unionsländer gegen Künasts Agrarreform

Berlin. Sachsen lehnt den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der Agrarreform kategorisch ab. Dazu hat Sachsen Mitte März gemeinsam mit Hessen und Bayern im Bundesrat einen Antrag gestellt. "Die geplanten Einkommensumverteilungen zwischen den Regionen sind inakzeptabel und gefährden den Agrarstandort Sachsen massiv", begründete Agrarminister Steffen Flath (CDU) diesen Schritt. Sachsen wendet sich unter anderem gegen eine Angleichung an eine bundeseinheitliche Flächenprämie mit Mittelumverteilungen zwischen den Bundesländern.

Für heimische Landwirte würde eine solche Neuregelung einen jährlichen Verlust von 11 Millionen Euro bedeuten. Außerdem setzt sich Sachsen für eine Sonderstellung der Milchviehbetriebe ein. Aufgrund der schwierigen finanziellen Lage auf dem Milchmarkt sollten die Milchzahlungen aus dem Abschmelzungsprozess ausgeklammert bzw. dieser Prozess auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Ansonsten würde insbesondere im tierischen Bereich, dem Zweig in der Landwirtschaft, der die meisten Arbeitsplätze bietet, ein unnötiger Druck entstehen.

(25.3.04)

[Aktuell] [Programm] [Vorstand] [Mitmachen] [Links] [Startseite]