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Quedlinburg. Die Forderung des Deutschen Bauernverbandes nach einem
bundesweiten Träger der landwirtschaftlichen Sozialversicherungen lehnt der
Deutsche Bauernbund ab. Es sei nicht zu erkennen, dass es dadurch zu
einer Reduzierung der Verwaltungskosten komme, so der Verband. Selbst bei der jetzt angestrebten
Fusion des Berliner landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger mit dem
sächsischen Träger sei eine Verwaltungskosteneinsparung für die erste Zeit
fraglich. Ein bundesweiter Träger würde aber zu deutlichen Beitragssteigerungen bei der landwirtschaftlichen Unfallversicherung, vor allem in den ostdeutschen Bundesländern, führen. Wenn es dann noch zu spürbaren Einschnitten im Leistungsbereich komme, so wie es der DBV fordere, werde es seitens der ostdeutschen Landwirtschaft keine Akzeptanz für diesen Vorschlag geben. Der Bauernbund steht einer Reform des agrarsozialen Sicherungssystems offen gegenüber. Ziel müsse aber sein, in Anbetracht der schwierigen Einkommenslage der Landwirtschaft und den Anpassungsschritten gegenüber der EU-Agrarreform, keine weiteren Belastungen im agrarsozialen Bereich auf die Landwirtschaft zukommen zu lassen. "Leistungskürzungen und ein bundesweiter LSV-Träger sind jedenfalls nicht die richtigen Antworten," so der Präsident des Deutschen Bauernbundes, Kurt-Henning Klamroth. (7.3.04) |
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