Getreide

13 Prozent weniger Traktoren verkauft

Berlin. Weil sich die deutsche Landwirtschaft derzeit mit Investitionen zurückhält, brechen die Umsätze in der Landtechnik ein. Der Branchenumsatz am Standort Deutschland fiel nach Angaben des VDMA Fachverbandes Landtechnik um 4,5 Prozent auf 3,93 Milliarden Euro. Im vierten Quartal lag der Rückgang bei 6,8 Prozent. Sehr deutlich fiel das Minus mit 12,7 Prozent für den deutschen Markt auf 1,13 Milliarden Euro (ohne Importe) aus.

Für die Traktoren-Hersteller war der Rückgang noch deutlicher, was sich in den Traktoren-Zulassungen für das landwirtschaftliche Segment niederschlug. Die Traktoren über 37 kW (50 PS) waren um 13 Prozent auf 18.873 Einheiten rückläufig. Die Gesamtproduktion von Traktoren in Deutschland verringerte sich um 4,4 Prozent auf 51.407 Einheiten. Überdurchschnittliche Rückgänge ergaben sich bei den Landmaschinen im deutschen Markt für Pflüge, Sä- und Düngetechnik sowie Mähdrescher. Ein Zuwachs blieb auf sehr wenige Produkte wie Rundballenpressen beschränkt. Der Verkauf von Ersatzteilen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls.

Die Auftragseingänge aus dem deutschen Markt lagen in den Monaten Oktober bis Dezember auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres, so dass keine Impulse für eine schnelle Erholung zu erkennen sind. Die Ergebnisse des Konjunktur- und Investitionsbarometers Agrar von Januar bestätigen die um etwa 10 Prozent geringeren Investitionsvorhaben für das erste Halbjahr 2004. Lediglich von den Lohnunternehmern könnten in den nächsten Monaten wieder etwas mehr Aufträge bei den Herstellern eingehen, nachdem die Händlerlager wieder abgebaut worden sind. Ein Marktwachstum für die typischen Lohnunternehmer-Maschinen wird jedoch nicht erwartet. Vielmehr geht man von einem Ausgleich der derzeitigen Auftragsflaute aus.

Wie auch schon in den Vorjahren, trug ein starkes Exportgeschäft zur Stabilisierung des Umsatzes bei. Durch den schwachen Inlandsmarkt stieg die deutsche Exportquote im vergangenen Jahr auf 71 Prozent. Für 2004 ruhen die Hoffnungen auf einer wieder steigenden Nachfrage aus den großen EU-Beitrittsländern - sowohl für gebrauchte als auch neue Technik. Die Hersteller richten sich darauf ein, aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage in Deutschland die Exportmärkte weiter auszubauen.

(21.2.04)

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