Getreide

VLN begrüßt Fusion

Beierfeld. Die Landesverbände der Landwirte im Nebenberuf (VLN), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg-Berlin, Thüringen und Sachsen sehen im Zusammenschluss der beiden Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften (LBG) Berlin und Sachsen, einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Die Vorstände der fünf Landesverbände stimmen darin überein, dass es mit einem Zusammenschluss auch ein deutliches Signal zur Beitragsentlastung an die Versicherten geben muss. Angesichts der auch im letzten Jahr zum wiederholten male rückläufigen Einkommen in der Landwirtschaft, muss die tägliche Kostenbelastung in einen verträglichen Rahmen gehalten werden. Zu diesen täglichen Kosten gehören vor allem die Beiträge zur Landwirtschaftlichen Sozialversicherung (Berufsgenossenschaft, Krankenkasse, Alterskasse) in der jeder landwirtschaftliche Unternehmer ab einer gesetzlich festgelegten Betriebsgröße (0,12 ha LBG, 5 ha LKK und LAK) pflichtversichert ist.

Daher müssen Vorstand, Geschäftsführung und Vertreterversammlung der zukünftigen gemeinsamen LBG für die neuen Länder, alle möglichen Schritte zur Nutzung von Kosteneinsparung nutzen. Dabei muss die räumliche Zusammenlegung der Verwaltung ebenso, wie der Personalabbau schleunigst angegangen werden. Der Fusionsvertrag darf diese Chance nicht verbauen, indem zum Bespiel der sächsische Standort in Neukiritzsch festgeschrieben wird.

Im Zusammenhang der anstehenden Vorbereitungen zur Sozialwahl erklären die Landesvorstände, dass im Falle einer Friedenswahl die Interessen nebenberuflicher Landwirte in der Vertreterversammlung und im Vorstand der LBG besser berücksichtigt werden müssen als es beim letzten Mal der Fall war. Daher werden die VLN entsprechend eigene Kandidaten für die anstehenden Gespräche zur Vorbereitung der Sozialwahl vorschlagen.

(10.2.04)

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