Getreide

Sächsische Aussteller zufrieden

Berlin. Die 28 sächsischen Aussteller sind mit zufriedenen Gesichtern von der Internationalen Grünen Woche in Berlin zurückgekehrt. Das teilte das sächsische Landwirtschaftsministerium mit. Die Unternehmen rechneten mit guten Geschäften, so das Ministerium. Auch die Tourismusverbände seien mit dem Besucheransturm an ihren Ständen zufrieden.

Besonders aufgefallen sei den Ausstellern ein gewachsenes Bewusstsein der Kunden hinsichtlich der Qualität der Lebensmittel. Nachfragen nach Herkunft und Zutaten seien keine Seltenheit gewesen. Das breite Interesse an den sächsischen Regionen mit ihren Spezialitäten sei eine Chance für die heimische Tourismus- und Ernährungsbranche, sagte Landwirtschaftsminister Steffen Flath (CDU). Den Produzenten zu kennen, schaffe Vertrauen und bringe neue Kunden. Auch die Verkaufsförderaktion bei Galeria Kaufhof stieß auf großes Interesse. Wie Flath ankündigte, bleibe man auch künftig bei diesem Mix aus Messebeteiligung und Präsentation bei großen Handelsketten.

Als ein Renner erwiesen sich auf der Grünen Woche die Bisonprodukte der Fleischerei Landhan (Groitzsch, Kreis Leipziger Land). "Wir sind total überrascht von dem Interesse an unseren fettarmen Produkten. Besonders die Bisonbockwürste gingen weg wie nichts, mehr als 2500 Stück haben wir verkauft", so Firmenmitarbeiter Eckhard Landgraf. Auch das leicht süße Porter-Bier der Bergquell Brauerei Löbau fand regen Zuspruch. "1500 Liter wurden gezapft", so Rainer Pfalz von der Brauerei. Den Trend nach gesundheitsverträglichen Produkten spürte die Firma Sachsenmilch. Rund 6000 Becher eines neuen Früchte-Joghurts mit nur 0,1 Prozent Fett wechselten den Besitzer.

Auch mediterrane Kost wird mit gesunder Ernährung verbunden. "Unerwartet" sei der Verkaufserfolg vom Aubergine/Oliven-Brotaufstich sowie einer Fetacreme gewesen, sagte Jörg Schäfer von der Dresdner Firma Dr. Doerr. Typisch Sächsisches ging ebenfalls gut: die Bäckerei Bärenhecke (Weißeritzkreis) kam mit dem Backen von Eierschecke kaum nach. Laut Kerstin Funke wurden außerdem 600 Kilogramm Brot verkauft. Die Firma anona, Spezialist für Softeis, verkaufte trotz kühler Außentemperaturen 4500 Portionen Eis. Abgerundet wurden die Leckereien am Sachsenstand mit einem "Vogelbeer-Tropfen" der Firma Lautergold aus dem Erzgebirge.

(25.1.04)

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