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Moritzburg. Die sächsische Gestütsverwaltung, zu der neben dem Landgestüt Moritzburg
auch das Hauptgestüt Graditz gehört, ist seit dem 1. Januar 2004 ein
eigenständiger Staatsbetrieb. Die Gestüte arbeiten jetzt wirtschaftlich
selbstständig.
Geschäftsführer ist Landstallmeister Matthias Görbert. Der Staatsbetrieb hat
106 Mitarbeiter, darunter 41 Lehlinge. Ein Fachbeirat, bestehend aus Vertretern der Verbände von Pferdezucht und Sport sowie der Tierzuchtverwaltung steht dem Geschäftsführer beratend zur Seite. An den Kernaufgaben der Gestütsverwaltung wird die neue Betriebsform nichts ändern. Die Bereitstellung von Deckhengsten auf insgesamt 25 Stationen in Sachsen und Thüringen, die Aufzucht von Junghengsten in Graditz, die Ausbildung von Reitern in der Reit- und Fahrfachschule sowie die Durchführung der Leistungsprüfungen werden auch weiterhin das dominierende Betätigungsfeld sein. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erhaltung existenzbedrohter Rassen, wie beispielsweise das Kaltblut oder das für Sachsen typische Schwere Warmblutpferd. Ähnlich wie bei der Umweltbetriebsgesellschaft (UBG) und der Landestalsperrenverwaltung (LTV), die bereits als sogenannte 26Žer Betriebe arbeiten (§ 26 der Sächsischen Haushaltsordnung), ist es Ziel, Verwaltung zu vereinfachen sowie Eigenverantwortung, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität zu erhöhen. Die rund 100 Moritzburger Hengste und ihre Bereiter werden ebenso wie die 170 Stuten, Ausbildungs- und Jungpferde weiter im Dienste der Sächsischen Pferdezucht stehen. So wie bereits seit 175 Jahren. (12.1.04) |
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