Getreide

Weniger Flächenverkäufe

Kamenz. Auf Grundlage des Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetzes (EALG) sind 2002 in Sachsen 203 begünstigte Verkäufe getätigt worden. Das sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes 28 Kauffälle weniger als im Vorjahr. Bezogen auf die insgesamt in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) erfassten begünstigten Veräußerungsfälle machten die in Sachsen getätigten Kauffälle einen Anteil von knapp 20 Prozent aus. Mit 2 470 Euro je Hektar (ha) veräußerte Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) wurde dabei ein um fast 12 Prozent höherer Kaufwert erzielt als im Durchschnitt der neuen Länder (einschließlich Berlin).

Insgesamt wurden 5 140 ha FdlN veräußert, knapp 700 ha mehr als 2001. Die realisierte Kaufsumme betrug rund 12,9 Millionen Euro. Die Durchschnittsgröße der veräußerten FdlN betrug in Sachsen 25 ha, im Durchschnitt der neuen Länder (einschließlich Berlin) jedoch 45 ha.

Mit 64 (Regierungsbezirk Chemnitz), 73 (Regierungsbezirk Dresden) bzw. 66 (Regierungsbezirk Leipzig) Kauffällen war die regionale Verteilung der Zahl der Veräußerungen relativ ausgeglichen. Mit 2 113 ha wurde der überwiegende Teil der FdlN im Regierungsbezirk Leipzig veräußert, gefolgt von Dresden (1 871 ha) und Chemnitz (1 156 ha). Die gleiche Rangfolge zeigte sich auch bei den durchschnittlich erzielten Kaufwerten je ha FdlN (Regierungsbezirk Leipzig: 2 736 Euro, Regierungsbezirk Dresden: 2 309 Euro, Regierungsbezirk Chemnitz: 2 245 Euro).

Meißen und Delitzsch mit höchsten Flächenpreisen

Auch beim Vergleich der Kaufwerte auf Kreisebene sind erhebliche Unterschiede zu erkennen. Hierbei wird deutlich, dass der Kaufwert in hohem Maße von der Ertragsmesszahl abhängt. Der höchste durchschnittliche Kaufwert je ha FdlN wurde 2003 für die Kreise Meißen (3 876 Euro) und Delitzsch (3 636 Euro) erzielt, die über sehr gute Böden und damit eine hohe Ertragsmesszahl verfügen. Am unteren Ende der Preisskala rangieren der Mittlere Erzgebirgskreis (1 750 Euro), der Kreis Löbau-Zittau (1 715 Euro) sowie der Niederschlesische Oberlausitzkreis (1 690 Euro).

Im Rahmen der Erhebung über die Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke werden neben den Flächenverkäufen zum Verkehrswert auch preisbegünstigte Verkäufe von Landwirtschaftsflächen erfasst. Grundlage dieser begünstigten Verkäufe stellen das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) sowie die für die Durchführung der Verkäufe erlassene Flächenerwerbsverordnung (FlErwV) dar. Sie regeln u. a. den Erwerb ehemaliger volkseigener landwirtschaftlicher Flächen auf dem Gebiet der früheren DDR. Die für die statistische Auswertung erforderlichen Daten werden direkt aus dem Verwaltungsvollzug der Treuhandanstalt/Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) bzw. der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) übernommen.

(29.05.03)

[Aktuell] [Programm] [Vorstand] [Mitmachen] [Links] [Startseite]