Getreide

Öko-Hühner haben höheres Seuchenrisiko

Berlin. Hühner in Freilandhaltung sind laut der FDP stärker gefährdet, an der Geflügelpest zu erkranken. Die Partei fordert eine Debatte über die Nachteile des Ökolandbaus. Die Erklärung der FDP im Wortlaut:

Zu den Vorwürfen, die so genannte Massentierhaltung sei Ursache für die Geflügelpest, erklärt der agrar- und ernährungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans Michael Goldmann:

"Die so genannte Massentierhaltung ist eindeutig nicht die Ursache für die Geflügelpest. Von der Geflügelpest betroffen sind in den Niederlanden insbesondere Freilandhühner. Freilaufendes Geflügel ist einer besonders hohen Infektionsgefahr durch Wildvögel, die den gefährlichen Virus übertragen, ausgesetzt. Hühner in Freilandhaltung sind damit grundsätzlich einem höheren Infektions- und Seuchenrisiko ausgesetzt. Dieses Risiko wird noch verstärkt, wenn wie in NRW das notwendige Einstallungsgebot viel zu spät erlassen und zu früh aufgehoben wird. Ministerin Höhn hat völlig falsch entschieden.

Grüne sperren sich gegen Debatte um Öko-Nachteile

Hintergrund für die erneut entfachte Diskussion über die so genannte Massentierhaltung sind Ängste von Bündnis 90/Die Grünen und ihnen nahestehenden Gruppen. Sie wollen eine Diskussion über die Nachteile des ökologischen Landbaus verhindern. Zudem sollen die Fehler von Frau Höhn bei der Bekämpfung der Geflügelpest vertuscht werden. Es ist höchste Zeit, dass diese Schwarz-Weiß-Malerei und Polemik zu Lasten der konventionellen Landwirtschaft beendet wird. Konventionelle und ökologische Anbaumethoden haben Vor- und Nachteile. Nicht akzeptabel ist es, wenn die zuständigen Ministerinnen Künast und Höhn einseitig und ideologisch Partei für den ökologischen Landbau ergreifen."

(13.05.03)

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