Getreide

EU kritisiert Deutschland

Brüssel. Die Europäische Kommission hat kritisiert, dass Deutschland die staatlichen Beihilfen nicht gesenkt hat. Während das Beihilfeniveau in der EU zwischen 1997 und 2001 um 16 Milliarden Euro auf 86 Milliarden gesunken sei, stiegen diese Ausgaben seit zwei Jahren wieder, sagte Wettbewerbskommissar Mario Monti. Das sei von Deutschland herbeigeführt.

2002 verzeichnete die Kommission circa 1000 Beihilfefälle. Etwa 44 Prozent betrafen das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, 38 Prozent die Landwirtschaft, 10 Prozent die Fischerei und 8 Prozent den Verkehrs- und Energiesektor.

(02.05.03)

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Dioxinbelastung bestätigt Getreide

Dioxinbelastung bestätigt

Dresden. Im Fall des dioxinbelasteten Trockengrünfutters aus Brandenburg liegen für Sachsen erste Ergebnisse vor. Wie die amtliche Futtermittelkontrolle am 29. April bekannt gab, wurde bei drei Proben der Grenzwert von 0,75 Nanogramm (ng) je Kilogramm (kg) überschritten. Bei einer weiteren Probe konnte Entwarnung gegeben werden. Ergebnisse weiterer Beprobungen werden in der nächsten Woche erwartet.

Bei zehn Tonnen Trockengrünfutter, die ein Händler über Bayern erhalten hatte und die vollständig sichergestellt werden konnten, wurde ein Dioxingehalt von 1,821 ng/kg festgestellt. In zwei Landwirtschaftsbetrieben, in denen die amtlichen Futtermittelkontrolleure 18 bzw. 20 Tonnen Trockengrüngut sichergestellt hatten, wurde ein Dioxingehalt von 1,143 ng/kg bzw. von 1,653 ng/kg analysiert. Die durch die amtliche Futtermittelüberwachung vorsorglich angeordnete Sperrung für die Futtermittel bleibt bestehen. Die erforderlichen Maßnahmen zur Entsorgung der betroffenen Partien werden angeordnet.

Die Lebensmittelüberwachungsbehörden stehen in engem Kontakt zur amtlichen Futtermittelkontrolle. Vorsorglich wurden in den betroffenen Milchviehbetrieben Eigenkontrolluntersuchungen von Rohmilch veranlasst. Die Ergebnisse lagen deutlich unterhalb des Grenzwertes und erlauben daher die Abgabe der Rohmilch zur Lebensmittelherstellung. Da das belastete Futter sonst lediglich an Jungrinder verfüttert wurde, die weder zur Schlachtung anstehen noch der Milchgewinnung dienen, besteht kein Anlass für unmittelbare, einschneidende behördliche Maßnahmen. Allerdings ist hier eine verstärkte amtliche Überwachung des Tierbestandes geboten.

(29.04.03)

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