Getreide

Tierarzt stirbt an Geflügelpest

Den Haag. In den Niederlanden ist ein Tierarzt möglicherweise an den Folgen der Geflügelpest gestorben. Wie das Landwirtschaftsministerium am Samstag mitteilte, wurde aus der Lunge des 57-jährigen Mannes das für die Tierseuche (Aviäre Influenza) verantwortliche Virus isoliert. "Weil der Virus der Geflügelpest in den Lungen entdeckt worden ist und es keine andere mögliche Erklärung für das klinische Bild gibt, besteht der starke Verdacht, dass der Mann an den Folgen des Geflügelpest-Virus' gestorben ist", erklärten die Behörden.

Der Tierarzt starb am 17. April in einem Krankenhaus in Den Bosch im Süden des Landes, nachdem er zwei Tage auf einem von Geflügelpest betroffenen Betrieb gearbeitet hatte. Der Arzt hatte sich scheinbar nicht impfen lassen, wie von den Gesundheitsbehörden vorgeschrieben.

Seit dem Ausbruch der Geflügelpest wurden bei mehr als 50 Personen Infektionen festgestellt. Sie litten zumeist an einer leichten Augenentzündung und erholten sich schnell. Seit Ausbruch der Seuche sind die Viren in mittlerweile über 220 Betrieben nachgewiesen worden.

(27.04.03)

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