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Berlin. Angesichts der Geflügelseuche in den Niederlanden sind nun auch die ersten Tiere in Deutschland vorbeugend getötet worden. Es gebe aber keinen Verdachtsfall in der Bundesrepublik, sagte Alexander
Müller (Grüne), Staatssekretär im Bundesministerium für
Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL).
Grund seien europäische Vorschriften zur Seuchenhygiene. In einer Entfernung von 1500 Metern von der deutschen Grenze war in den Niederlanden ein "ernsthafter Verdachtsfall" aufgetreten. Als Vorbeugemaßnahmen sehe das EU-Recht in solchen Fällen vor, dass in einem Umkreis von drei Kilometern alle Geflügeltiere getötet werden müssen, so das Ministerium. Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Behörden wurden rund 1.700 Tiere im Kreis Heinsberg notgeschlachtet. Betroffen seien zwei größere Betriebe und einige Hobby-Geflügelhalter, sagte ein Ministeriumssprecher. Zusätzlich zu den regionalen Maßnahmen hat das Bundesministerium eine Eilverordnung mit bundeseinheitlich geltenden Seuchenschutzmaßnahmen erlassen. In den Niederlanden wurden bislang elf Millionen Tiere geschlachtet. Die Zahl der infizierten Betriebe wird auf etwa 200, die Schäden der Branche auf täglich zwei Millionen Euro geschätzt. Die Geflügelpest wird von einem hochansteckenden Virus ausgelöst, der alle Vogelarten befallen kann. Für Menschen ist diese Art des Erregers nicht schädlich. (11.04.03) |
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