Kamenz. Im Jahr 2002 wurden im Freistaat Sachsen 60.000 Tonnen
Fleisch (ohne Geflügel) aus gewerblichen und Hausschlachtungen erzeugt. Dafür
wurden 552.000 Tiere (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde) geschlachtet.
Wie das Statistische Landesamt mitteilte, sind das 1.900 Tonnen (drei
Prozent) weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Schlachtungen betrifft alle
Tierarten. Zugleich ist es die geringste Fleischerzeugung seit 1990.
Die meisten Fleischer haben SchweinMit 77 Prozent bildet Schweinefleisch den höchsten Anteil an der erzeugten Fleischmenge. In Sachsen wurden 482.800 Schweine geschlachtet, die eine Fleischmenge von 46.300 Tonnen Fleisch erbrachten. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 9.100 Schweineschlachtungen (zwei Prozent) bzw. 580 Tonnen Fleisch weniger. Der Rückgang der Schweineschlachtungen ist in der geringeren Anzahl an gewerblichen Schlachtungen begründet. Demgegenüber blieb die Zahl der hausgeschlachteten Schweine mit 19.023 Schlachtungen gegenüber dem Vorjahr (19.050) fast konstant. Kontinuierlich erhöhte sich seit 1995 das durchschnittliche Schlachtgewicht. So auch im vergangenen Jahr. Brachte 1995 ein ausgeschlachtetes Schwein knapp 90 Kilogramm auf die Waage, so wurden 2002 bereits 96 Kilogramm abgerechnet.Rindfleisch ist mit gut 12.800 Tonnen bzw. 21 Prozent an der Fleischerzeugung beteiligt. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Rindfleischerzeugung um 1.038 Tonnen (sieben Prozent). 2002 wurden knapp 43.500 Rinder in Sachsen geschlachtet. Damit sank die Anzahl an Rinderschlachtungen auf einen neuen Tiefstand. Unter den geschlachteten Rindern bilden Kühe mit 21.900 Schlachtungen den Hauptanteil (50 Prozent), gefolgt von 16.200 Bullen und Ochsen (37 Prozent) und 5.400 Färsen. Alle geschlachteten Rinder stammten aus dem Inland. Das durchschnittliche Schlachtgewicht lag mit 296 Kilogramm rund sechs Kilogramm unter dem Vorjahreswert. Die Anzahl der Hausschlachtungen verringerte sich um 1.000 auf 5.400 (16 Prozent). Die Erzeugung von Kalbfleisch weist im Vergleich zu 2001 ebenfalls eine rückläufige Entwicklung auf. Wurden im Vorjahr noch 396 Tonnen erzeugt, so waren es 2002 noch 313 Tonnen bzw. 21 Prozent weniger. Dafür wurden 5.200 Kälber geschlachtet, 800 weniger als im Vorjahr. Der Anteil der Hausschlachtungen beträgt fast ein Drittel (31 Prozent). Die Zahl der Schafschlachtungen lag mit 19.300 Tieren erstmals seit 1998 wieder unter 20.000 abgerechneten Schlachtungen. Das sind 3.900 geschlachtete Tiere (17 Prozent) bzw. 151 Tonnen Fleisch weniger als 2001. Mit 10.500 Schlachtungen wurden über die Hälfte (54 Prozent) als Hausschlachtungen abgerechnet. Weiterhin wurden 837 Ziegen und 504 Pferde geschlachtet, die eine Fleischmenge von 15 Tonnen Ziegen- und 133 Tonnen Pferdefleisch erbrachten. (07.04.03) |
| [Aktuell] | [Programm] | [Vorstand] | [Mitmachen] | [Links] | [Startseite] |