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Berlin. Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) hat die USA angesichts der WTO-Agrarverhandlungen gerügt. Deren Vorschläge seien unausgewogen. Der Financial Times Deutschland sagte Künast, sie erwarte von den Vereinigten Staaten noch Bewegung, zum Beispiel bei den Exportkrediten und der Art, wie Nahrungshilfe geleistet werde. Am Montag hatten die 145 Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation WTO die Frist verstreichen lassen, bis zu der ein Eckpunktepapier für ein neues Agrarabkommen erstellt werden sollte. Seitdem beschuldigen sich vor allem die EU und die USA gegenseitig, nicht kompromissbereit genug gewesen zu sein. Auch Südafrika kritisierte die EU. Der WTO-Agrarausschussvorsitzende, Stuart Harbinson, schlägt nun eine Atempause vor, um einen neuen Anlauf für die Verhandlungen der Modalitäten zu nehmen. In den kommenden Wochen soll es Gespräche über zahlreiche Einzelheiten geben. Außerdem will sich Harbinson bilateral mit den verschiedenen WTO-Mitgliedstaaten zusammensetzen. Der WTO-Agrarausschuss soll im kommenden Juni und Juli wieder zusammenkommen, um erneut über die Modalitäten zu diskutieren. Einen neuen politischen Impuls für die Verhandlungen versprechen sich Beobachter von der WTO-Ministerkonferenz, die vom 10. bis 14. September im mexikanischen Cancun stattfinden soll. (03.04.03) |
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