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Dresden. Im Niederschlesischen Oberlausitzkreis ist die so genannte Traberkrankheit Scrapie aufgetreten. Ähnlich wie BSE bei Rindern wie sie bei Schafen und Ziegen von "Prionen" genannten Eiweißen übertragen. "Das betroffene Tier ist allerdings nicht auffällig geworden oder an der Krankheit gestorben, sondern ist beim Lammen verendet", erläuterte der zuständige Amtstierarzt Arno Rothenburger den Dresdner Neuesten Nachrichten (Freitagausgabe). Der Befund sei bei der Routinekontrolle bekannt geworden. Jedes tote Schaf und jede Ziege würden auf die Erreger untersucht. Den Verdacht der Erkrankung des Schafes bestätigte eine Untersuchung in der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten auf der Insel Riems. Der Bestand, aus der das Schaf kam, ist gesperrt worden. "Alle 148 Tiere werden untersucht. Wie es mit ihnen weitergeht, wird derzeit vom sächsischen Gesundheitsministerium und dem Regierungspräsidium untersucht", sagte Rothenburger laut dem Blatt. Ob und wie viele Schafe getötet werden müssten, stehe noch nicht fest. Bundesweit sei es der sechste Befund in diesem Jahr, sagte Günter Albert, Präsident der sächsischen Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheit und Veterinärwesen. Ist ein Tier von Scrapie befallen, zeigt sich das erst nach einer Inkubationszeit von drei bis vier Jahren. Die Prionen befallen das Gehirn und zersetzen es. Dadurch kommt es zu Verhaltensauffälligkeiten der befallenen Schafe oder Ziegen. Sie haben beispielsweise Koordinationsstörungen beim Laufen. Die Krankheit führt nach Ausbruch innerhalb von zwei bis vier Monaten zum Tode. Übertragen wird sie von Tier zu Tier, aber auch über infiziertes Futter. Der Mensch ist nicht gefährdet. (16.03.03) |
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