Beierfeld. Der deutsche Eiermarkt ist durch den Ausbruch der Geflügelpest in den Niederlanden stark verunsichert. Das hat die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) festgestellt. Aufgrund der Handelsbeschränkungen in den Niederlanden hätten sich im Gesamtangebot an Konsumeiern am deutschen Markt bislang zwar kaum Änderungen ergeben, wohl aber aufgrund der massiven Sicherungskäufe der Abnehmer, die Vorsorge für eine ausreichende Lagerhaltung träfen. Eierpreis klettert nach oben
Bereits seit der vorigen Woche werde über den tatsächlichen Bedarf hinaus geordert, und die Angebotsdecke werde immer dünner. Gleichzeitig sei auch das Kaufinteresse der Verbraucher recht rege, und weitere Umsatzsatzsteigerungen würden mit dem näher rückenden Osterfest erwartet. Die zusätzliche Nachfrage hätten zuletzt weder die deutschen noch die niederländischen Anbieter voll decken können, so dass die Preise hierzulande kräftig gestiegen seien. Im Großhandel kosteten 100 deutsche Standardeier der Gewichtsklasse M zu Beginn dieser Woche durchschnittlich 7,25 Euro und damit 65 Cent mehr als eine Woche zuvor. Vergleichbare niederländische Ware verteuerte sich binnen Wochenfrist um 80 Cent auf 7,05 Euro. Die weitere Marktentwicklung ist derzeit kaum abzuschätzen und bleibt eng an das Geschehen in den Niederlanden gekoppelt. Aktuell dürfte sich die feste Preistendenz aber fortsetzen.
(16.03.03)
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