Getreide

Enten im Steigflug

Berlin. Die Geflügelfleischerzeugung in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Insgesamt erzeugten die meldepflichtigen Geflügelschlachtereien im vergangenen Jahr 855.000 Tonnen Geflügelfleisch. Das waren 3,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor, teilte das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) mit.

Wie schon im Vorjahr hat der Putenmarkt von der Nachfrageänderung auf den Fleischmärkten am meisten profitiert. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr mit 360.000 Tonnen Putenfleisch erzeugt. Gegenüber 2001 ist das ein Zuwachs von 8,1 Prozent, gegenüber 2000 von knapp 25 Prozent und gegenüber 1991 von mehr als 150 Prozent.

Die Erzeugung von Hähnchenfleisch (Jungmasthühner) entsprach mit 421.700 Tonnen in etwa dem Vorjahresniveau (+0,6 Prozent). Deutlich zugenommen hat die Erzeugung von Entenfleisch (+13,6 Prozent), die mit 37.500 Tonnen allerdings mengenmäßig von untergeordneter Bedeutung ist. Rückläufig waren dagegen die Suppenhuhn- (- 4,1 Prozent) und Gänsefleischerzeugung (-6,2 Prozent).

Hähnchenfleisch hatte nach wie vor den Hauptanteil an der Geflügelfleischerzeugung. Allerdings ging sein Anteil, der 1991 noch bei über 60 Prozent gelegen hatte, auf rund 49 Prozent zurück.. Der Putenfleischanteil dagegen stieg 2002 weiter an (+1,7 Prozent) und erreichte 42,1 Prozent.

Im Durchschnitt wurden in den 116 meldepflichtige Geflügelschlachtereien in Deutschland rund 7.400 Tonnen Fleisch gewonnen, mehr als das Doppelte gegenüber 1991.

(12.03.03)

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