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Barneveld/Berlin. Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in den Niederlanden haben die
Behörden mit der Tötung Zehntausender Hühner begonnen. Betroffen sind
13 Betriebe, die bereits am Wochenende geschlossen worden waren. Zur
Eindämmung der Viruskrankheit, die wegen ihrer Symptome auch
Vogelgrippe genannt wird, verschärfte das Landwirtschaftsministerium die
Auflagen für die verdächtigen Geflügelfarmen und ließ neue Sperrbezirke
errichten. Die Europäische Union erklärte, es sei alles Erforderliche unternommen worden, um eine Ausbreitung der Krankheit in andere Mitgliedsländer zu verhindern. Veterinärexperten in Brüssel stünden mit dem niederländischen Landwirtschaftsministerium in Kontakt und seien zufrieden mit den bislang ergriffenen Maßnahmen, sagte eine EU-Sprecherin. Die Behörden hatten bereits am Wochenende einen Exportstopp verhängt und den Transport von lebendem Geflügel und Bruteiern verboten. Außerdem wurden alle 30 Hühnerschlachtereien im Land geschlossen. Die Seuche war in Barneveld in der Provinz Gelderland ausgebrochen, unweit der deutschen Grenze. Hunderte deutsche Geflügelfarmen gesperrtBund und Länder trafen Vorsichtsmaßnahmen gegen das Einschleppen der Krankheit nach Deutschland. Alle Lieferungen von lebendem Geflügel und Bruteiern, die aus den vergangenen vier Wochen aus dem nachbarland kamen, würden überprüft, teilte das Verbraucherschutzministerium in Berlin mit. Es lägen jedoch noch keine Hinweise vor, dass die Krankheit bereits eingeschleppt wurde. Vorsorglich wurden mehrere hundert Mastbetriebe, unter anderem in Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen, gesperrt.Die Krankheit wird durch direkten Kontakt der Tiere untereinander übertragen. Eine Epidemie kann in kurzer Zeit bis zu 90 Prozent des Bestandes ausrotten. Der niederländischen Geflügelindustrie entstehen durch den Ausbruch der Krankheit Kosten von schätzungsweise 1,4 Milliarden Euro pro Woche. (03.03.03) |
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