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Markneukirchen/Dresden. Der erste Erzeugerzusammenschluss Sachsens nach der Förderrichtlinie des
Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums hat sich im Februar dieses Jahres
gegründet. In der Agrarprodukte-Direktvermarktung Oberes Vogtland GmbH mit
Sitz in Markneukirchen haben sich sechs Unternehmen zusammengeschlossen. Gemeinsam werden sie tierische Produkte vom Rind, Lamm, Schwein, Damwild und vom Geflügel sowie pflanzliche Erzeugnisse vermarkten. Unter dem Motto "Aus der Region - für die Region" sollen die Produkte in Bauernläden, auf Märkten und über weitere Vertragspartner angeboten werden. "Regionale Wirtschaftskreisläufe sind eine richtige Antwort auf Skandale in der Lebensmittelbranche", sagte Agrarminister Steffen Flath (CDU). Er begrüßte die Initiative der Landwirte und hofft auf viele Nachahmer. "Auch wenn es 100-prozentige Sicherheit nicht geben wird, die kurzen Wege und der direkte Kontakt zum Hersteller bieten größtmögliche Transparenz und damit ein Höchstmaß an Sicherheit", so der Minister weiter. Innerhalb des Erzeugerzusammenschlusses werden Qualitätssicherungssysteme eingeführt. Die Tiere werden artgerecht gehalten, sie ernähren sich ausschließlich von Heu und Grassilage sowie von Getreide aus eigenem Anbau. Die im Juni 2002 unter dem Eindruck der BSE-Krise neu aufgelegte "Richtlinie zur Förderung der Erarbeitung und Vermarktung regional erzeugter landwirtschaftlicher Produkte" hat die verstärkte Förderung derartiger Vorhaben zum Ziel. Zuschüsse gibt es für Investitions- und Organisationskosten, für die Erarbeitung von Vermarktungskonzeptionen und die Einführung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen. Insgesamt stehen dafür bis zum Jahr 2005 rund 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. (26.02.03) |
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