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Nürnberg. "Der Bio-Markt wächst stabil. Bio-Produkte haben weltweit
Zukunft. Dies zeigt die wachsende Beteiligung von nationalen und internationalen
Ausstellern an der Weltleitmesse für die Öko-Branche 'BioFach 2003'",
erklärte Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) zur Eröffnung
der Messe in Nürnberg . In Deutschland habe sich der ökologische Landbau in den letzten Jahren erheblich ausgedehnt und die Nachfrage nach Bio-Produkten sei stabil gewachsen. Dieser Trend werde sich fortsetzen. "Wir werden die Öko-Landwirte weiter unterstützen, indem wir die entsprechenden Rahmenbedingungen für einen ausgewogenen Anstieg von Angebot und Nachfrage schaffen." Bio-Siegel erfolgreichDas Bio-Siegel habe sich bereits am Markt durchgesetzt, so die Ministerin. Ende Januar 2003 kennzeichneten 742 Unternehmen 14.844 Produkten mit dem staatlichen Siegel. Diese Verbreitung eines Bio-Siegels sei bisher einmalig in Deutschland. Es schaffe Transparenz für die Verbraucher und motiviere damit vor allem Gelegenheitskäufer, Bio-Produkten zu kaufen. Allein der Lebensmitteleinzelhandel habe seit Einführung des Siegels ein Umsatzplus von 25 Prozent verbucht.Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Bio-Branche in Deutschland trage auch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau bei. Es werde 2003 mit 36 Millionen Euro fortgeführt. "Unser Bundesprogramm schließt vor allem Lücken bei der Information von Landwirten, Verarbeitern und Handel im Bereich Erfassung und Vermarktung. Hier gibt es noch Spielräume für weitere Kostensenkungen, die die Bio-Branche nutzen sollte," erklärte Künast. Ein weiterer Schwerpunkt sei die umfassende Information der Verbraucher über den ökologischen Landbau. Dies diene mittel- und langfristig einer stabilen Entwicklung der Absatzstrukturen in Deutschland. "Auch nach 2003 werden wir den ökologischen Landbau weiter fördern. Wir werden unter anderem das Bundesprogramm zu einem mittel- bis langfristig angelegten, umfassenden Aktionsprogramm weiter entwickeln." Erfreut zeigte sich die Ministerin über die rege Beteiligung von Ausstellern aus Entwicklungsländern und den Ländern Mittel- und Osteuropas. In der Eröffnungsrede des vom Bundesverbraucherministerium unterstützen Fachsymposiums "Ost-West-Dialog auf der BioFach 2003 - Ökologischer Landbau in den EU-Beitrittsländern" betonte sie insbesondere die positiven Auswirkungen des Öko-Landbaus auf das Arbeitsplatzangebot sowie den Umwelt- und Tierschutz, auch in diesen Ländern. Naturkost, Öko-Weinen und BiokosmetikDer Schwerpunkt der Messe liegt auf Naturkost, Öko-Weinen und Biokosmetik. Zu der Messe werden rund 28.000 Fachbesucher erwartet. Unter der Schirmherrschaft der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) präsentieren mehr als 2.000 Aussteller in Nürnberg ihre Produkte. Etwa 65 Prozent der Aussteller und gut 30 Prozent der Fachbesucher kommen aus dem Ausland.Gastland ist diesmal Frankreich, thematische Schwerpunkte der Messe sind der Ost-West-Dialog, in dem es um den ökologischen Landbau in den EU-Beitrittskandiaten geht sowie die allgemeine Entwicklung der Öko-Branche. Messe "Biofach" (www.biofach.de) International Federation of Organic Agriculture Movements (www.ifoam.org) (13.02.03) |
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